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Schutz vor Diskriminierung, Gewalt und Sexismus

Im Jahr 2025 wurden bis zum 10. April in der Schweiz bereits 14 Frauen ermordet – weil sie Frauen sind. Das entspricht fast einem Femizid pro Woche. In den vergangenen Jahren wurde im Schnitt alle zwei Wochen eine Frau von ihrem (Ex-)Partner, Bruder oder Sohn getötet. Jede Woche überlebt eine Frau einen Tötungsversuch.

Gewalt gegen Frauen, intersexuelle, nicht-binäre, trans, agender und genderqueere Personen (FINTAQ*) ist in der Schweiz traurige Realität und Ausdruck tiefverwurzelter Ungleichheit.

Sexualisierte Gewalt ist weit verbreitet – und trifft nicht alle gleich. Jede fünfte Frau in der Schweiz erlebt im Laufe ihres Lebens sexualisierte Gewalt. Vier von fünf Frauen haben schon sexuelle Belästigungen erlebt. Für nicht-binäre, trans, inter oder agender Personen, ebenso wie für Frauen und Queers mit Behinderungen, Flucht- oder Migrationsgeschichte oder als BIPoC, ist das Risiko noch höher.

Sexualisierte Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem und das Resultat der bestehenden Ungleichbehandlung der Geschlechter. Statt die Betroffenen ernst zu nehmen, schützt unsere Gesellschaft oft die Täter. Noch immer herrscht eine «Rape Culture», die Gewalt verharmlost und den Opfern die Schuld zuschiebt. Die Scham muss endlich die Seite wechseln.

Wir fordern:

  • Konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention – für umfassenden Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt
  • Effektive Schutzmassnahmen für Betroffene, inklusive besser finanzierter Frauenhäuser mit genügend Plätzen und unabhängige Opferberatungsstellen
  • Flächendeckende Präventions- und Bildungsangebote, die patriarchale Gewaltstrukturen hinterfragen und abbauen
  • Rechtliche Klarheit und Konsequenz: Femizide als eigenen Straftatbestand anerkennen, Einführung des Prinzips «Nur Ja heisst Ja» als gesetzliche Grundlage
  • Betroffenenzentrierte Strafverfolgung: traumasensibel, diskriminierungsfrei und mit verpflichtender Aus- und Weiterbildung für Polizei, Justiz- und Fachpersonen

Diese Massnahmen kosten. Darum fordern feministische Organisationen – darunter die verschiedenen feministischen Streikkollektive – in einer im März 2025 eingereichten Petition 350 Millionen Franken vom Bundesrat «für unsere Sicherheit».